Soziales Leben will gelernt sein  Ebenfalls sehr wichtig ist vom Welpenalter an dem regelmäßigen Kontakt mit Artgenossen. Greifen Sie daher nicht in das manchmal wilde, aber spielerische Kräftemessen der Hundekinder ein. In solchen Kampfspielen trainieren sie Angriff, Verteidigung und Unterwerfung und lernen dabei soziale Anpassung und Verträglichkeit. Als Jagdersatz braucht jeder Hund gezielte Spiele, die ihn körperlich fit halten und geistig fordern. Schutzinstinkt für die Nachkommen  Hündinnen sind unter ihresgleichen oft sehr unverträglich. Ein Verhalten, das im Schutzinstinkt für die eigene Nachzucht seinen Ursprung hat. Auch Wölfinnen sehen jedes andere weibliche Tier in ihrem Revier als Rivalin an, da sie ihr sowohl den Partner, als auch die notwendige Nahrung für die heranwachsenden Welpen abspenstig machen könnte. Daher kann ein Kampf unter Wölfinnen sogar bis zum Tod einer der beiden Tiere führen. Die Aggressivität gegenüber fremden Hündinnen ist also kein Extremfall, sondern eigentlich ein ganz normales, instinktives Verhalten. Kräftemessen unter Rüden  Bei Rüden hingegen geht es in der Regel nur um Machtkämpfe, die unter viel "Getöse" meist reine Überlegenheitsdemonstrationen sind. Dieses Kräftemessen zielt bei normal sozialisierten Rüden jedoch nie darauf ab, den Gegner zu verletzen oder gar zu töten. Allerdings kann es schwierig sein und unter Umständen auch blutig werden, wenn ein fremder Rüde in das Territorium eines anderen Rüden eindringt. Auf neutralem Gelände (Spazierweg) sind Rüdenkämpfe nach dem Motto "Viel Lärm um nichts" in der Regel harmlos. Mein Revier und dein Revier  Ein weiteres wölfisches Erbe liegt dem Markieren unserer Hunde zugrunde. Es dient dazu, die Grenzen des eigenen Territoriums abzustecken. Durch das möglichst hohe Absetzen von Harn soll die Duftmarke eines Artgenossen überdeckt und so das eigene Revier erweitert werden. Je höher dabei das Bein gehoben wird, umso dominanter zeigt sich der Vierbeiner. Ein Verhalten, das auch bei Hündinnen zu beobachten ist. 
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